31 October 2011

Puerto Varas

Pizzeria El Retorno (San Pedro 465, Puerto Varas, Chile)

raspberry "juice" (whole raspberries and water blended) and calafate berry beer
Himbeersaft ("Saft" = ganze Himbeeren und Wasser gemixt) und Calafate-Bier (Calafate ist eine Beere aus Patagonien.)
jugo fresco de frambuesa y cerveza de calafate



19 October 2011

„Ich war eine Zeit lang vegan, aber...“ (von Jack Norris)

This article in the English original: "I Was Vegan for a While, But..." / Este texto en español.

Während es vielen Leuten mit einer veganen Ernährung gesundheitlich hervorragend geht, haben andere Probleme. Wenn jemand vom Veganismus überzeugt ist und den leidenden Tieren helfen will, gibt es für solche verzwickten Situationen oft eine Lösung – und ich veröffentliche Texte über vegane Ernährung hauptsächlich, um Antworten zu finden und zu geben. Ich finde es wichtig, auf diese Themen aufmerksam zu machen. Während derartige Informationen zunächst weniger Leute anlocken werden als die Behauptung, vegane Ernährung sei ein Patentrezept für perfekte Gesundheit, ist es wichtiger, dass wir die Menschen dazu bringen, vegan zu bleiben.

14 October 2011

Ernährungsweisen auf pflanzlicher Basis (von Jack Norris)

This article in the English original: Plant-Based Diets Defined / Este texto todavía no está disponible en español.

Ernährungsweisen auf pflanzlicher Basis: eine Definition

Verschiedene Arten der Ernährung auf pflanzlicher Basis:

▪ Semi-vegetarisch: kleinere Mengen an Tierfleisch

▪ Pesco-vegetarisch: kein Tierfleisch auβer Fisch

▪ Vegetarisch:

- Lacto-ovo-vegetarisch: kein Tierfleisch

- Vegan: kein Tierfleisch, Eier oder Milchprodukte [genau genommen auch kein Honig]

12 October 2011

Tägliche Empfehlungen (von Jack Norris)

This article in the English original: Daily Recommendations / Este texto todavía no está disponible en español

Anmerkung: Soweit unten empfohlen, können „synthetische“ Vitamine und Mineralstoffe einem Mangel effektiv vorbeugen.

Nährstoffempfehlungen für Veganerinnen und Veganer


Vitamin-B12-Empfehlungen: Wähle eine der folgenden Dosis-Empfehlungen:
 
Alter
offizielle Empfehlungen (USA) (µg)1
2 mal täglich
(µg)
1 mal täglich
(µg)
2 mal wöchentlich
(µg)
0 - 5 Monate
0,4
k.E.
k.E.
k.E.
6 - 11 Monate
0,4
0,4 - 1
5 - 20
200
1 - 3 Jahre
0,9
0,8 - 1.5
10 - 40
375
4 - 8 Jahre
1,2
1 - 2
13 - 50
500
9 - 13 Jahre
1,8
1,5 - 2,5
20 - 75
750
ab 14 Jahren
2,4
2 - 3,5
25 - 100
1000
Schwangerschaft
2,6
2,5 - 4
25 - 100
1000
Stillzeit
2,8
2,5 - 4
30 - 100
1000


11 October 2011

Roh-vegane Ernährungsformen

von Jack Norris
This article in the English original: Raw Food Vegan Diets
/ Este texto todavía no está disponible en español.
(zuletzt aktualisiert Juli 2010)

Einleitung

„Rohkost“ bezeichnet die Vorstellung, dass unsere Nahrung komplett oder zum Groβteil ungekocht verzehrt werden sollte. Rohkosternährungsformen sind normalerweise vegan [in den USA] - und dieser Artikel konzentriert sich auf die vegane Rohkosternährung. Meines Wissens tendiert die Rohkostszene seit ein paar Jahren dazu zu empfehlen, mindestens 80% der Nahrung (nach Volumen) als Rohkost zu verzehren, anstatt der Empfehlung von 100% Rohkost.

Eine kurze Anmerkung für Aktivisten, die sich für Tiere einsetzen: Viele von uns wollen nicht, dass vegane Ernährungsformen mit Rohkost in Verbindung gebracht werden, da einer der wichtigsten Aspekte, den wir der Öffentlichkeit vermitteln wollen, ist: Man muss kein „Hasenfutter“ essen, um vegan zu sein. Andere denken, die gesundheitlichen Vorteile einer Rohkosternährung seien so groβ, dass sie das Problem - Rohkost könnte die vegane Ernährung uninteressant und unbefriedigend erscheinen lassen – aufwiegen.

05 October 2011

Interview mit Dr. Dan Lyons (deutsch)

English español

(November 2009)

Dan Lyons ist Leiter der Kampagnen bei Uncaged. Er ist einer der sachkundigsten Experten Groβbritanniens im Bereich Tierversuche und der politischen Rolle der Vivisektion. Er erhielt seinen Doktortitel (PhD) für seine Forschungsarbeiten über die Entwicklung der britischen Tierversuchspolitik. Für seine Forschung wurden ihm auβerdem zwei angesehe Preise verliehen, der von Plamil gesponsorte Arthur Ling Memorial Award und der Andrew Gamble Prize for the Outstanding Thesis of 2006-7, der von einem wissenschaftlichen Gremium des Fachbereichs Politikwissenschaft an der Universität von Sheffield verliehen wird, die eines der drei renommiertesten Zentren für Politikwissenschaft in Groβbritannien ist.

1) Seit wann bist du schon vegan und warum wurdest du vegan?

Ich bin seit ca. 17 Jahren vegan. Als Jugendlicher fing ich an, Fleisch wegzulassen, besonders rotes Fleisch, aus einer Mischung aus gesundheitlichen und ethischen Gründen. An der Universität wurde ich dann Vegetarier, da ich andere Vegetarier traf und auch für mich selber kochen konnte. Ich wurde Mitglied bei der studentischen Tierrechtsgruppe an der Universität Sheffield – und das hat mir die Augen geöffnet für das Leiden, die die Tiere in der Milchindustrie erfahren und da gab es auch ein soziales Umfeld, in dem vegane Werte vorgelebt wurden.


2) Auf der einen Seite gibt es das moralische Argument - alle Tierversuche sind aus moralischer sich falsch. Auf der anderen Seite gibt es das wissenschaftliche Argument, dass Tierversuche wissenschaftlichen Fortschritt behindern. Könntest du das wissenschaftliche Argument gegen Tierversuche erklären?

Die bedeutendste wissenschaftliche Schwachstelle der Tierversuche ist, dass in Tieren erzeugte Krankheitsmodelle in einer Laborumgebung nicht den Situationen entsprechen, die sie angeblich nachstellen sollen – Menschen in viel komplexeren Lebenssituationen. Erstens gibt es biologischen Unterschiede zwischen verschiedenen Spezies (und genau genommen auch zwischen verschiedenen Subspezies und verschiedenen Altersgruppen/Geschlechtern innerhalb der gleichen Spezies). Weil Tierorganismen sehr komplexe Systeme sind, hat ein Unterschied bei einem Vorgang – z.B. die Zeit, die es dauert, bis ein Medikament wieder aus dem Körper ausgeschieden wird, sagen wir bei Ratten und Menschen – einen Dominoeffekt durch das gesamte restliche System. D.h. man kann über die Speziesgrenze hinweg Ergebnisse nicht verlässlicherweise übertragen und vorraussagen.

Zusätzlich müssen Wissenschaftler, wenn sie versuchen menschliche Krankheiten in Tieren nachzustellen, die Krankheit künstlich reproduzieren – und deshalb sind die Phänomene, die sie tatsächlich im Labor untersuchen, verschieden von dem, was wirklich untersucht werden soll: menschliche Krankheiten. Es gibt auch umgebungsbedingte Unterschiede, die die Relevanz von Tierversuchsforschung noch weiter untergraben. Organismen sind keine atomisierten, isolierten Einheiten. Das Laborumfeld hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Physiologie der Tiere, sowohl direkt als auch durch psychischen Stress.

3) Gilt das wissenschaftliche Argument gegen Tierversuche für ALLE Versuche mit nichtmenschlichen Tieren oder gibt es Experimente, die dem wissenschaftlichen Fortschritt dienen könnten?

Ein paar Tierversuche haben in der Vergangenheit Ergebnisse erbracht, die zur Entwicklung von Medikamenten beigetragen haben. Aber auch eine äuβerst schwache Forschungsmethodik führt zu einem kleinen Anteil an Ergebnissen, die sich im Nachhinein dann als nützlich herausstellen. Das bedeutet nicht, dass diese Methodik zulässig wäre. Die grundlegenden Schwächen von Tierversuchen als Methode zur Vorhersage bilogischer Vorgänge beim Menschen zeigen, dass Tierversuche aus wissenschaflicher Sicht keine zulässige Methode sind und allein aufgrund dessen abgeschafft werden sollten.

4) Welche Arten von Tests sollten an Stelle von Tierversuchen durchgeführt werden – besonders um Medikamente zu testen?

Historisch gesehen sind Methoden, die mit Menschen arbeiten, vernachlässigt worden - aufgrund einer in der Wissenschaft dominierenden Ideologie, die Laborversuche an Tieren als Ersatzmodellen als Priorität hingestellt hat gegenüber realistischeren Beobachtungen und Studien. Laborversuche an Tieren basieren von jeher auf eigennütziger fachlicher Bequemlichkeit auf Kosten von wirklicher Relevanz. In Laborversuchen ist es relativ einfach, umfangreiche Datenmengen hervorzubringen und den Anschein zu erwecken, man kontrolliere die externen Variablen, was ein Trugbild einer „wissenschaftlichen Methode“ hervorbringt. Aber gleichzeitig wird die Forschung von der realen Welt abgehoben und stellt nur noch eine abstrakte, auf Veröffenlichung in Magazinen abzielende Ausübung dar, ohne einen verlässlichen Beitrag zur Humanmedizin zu leisten. Wenn Wissenschaftler identische Tierversuche in verschiedenen Laboren durchführen können und zu verschiedene Ergebnissen gelangen, zeigt das, dass dies eine sehr ungenaue und unverlässliche Methode ist.

Der Prozess der Abschaffung von Tierversuchen für medizinische Zwecke wird zunächst das Sammeln von noch mehr für Menschen relevantem Datenmaterial erfordern - eine Aufgabe, die bis jetzt vernachlässigt worden ist. Sobald wir einmal die zelluläre Grundlage von menschlichen Krankheiten besser verstehen, öffnet das die Tür für neue sogenannte Biomodul-Systeme, die verwendet werden, um die Auswirkungen potenzieller Medikamente auf Zellen zu testen. Indem man verschiedene dieser Biomodule verbindet, kann man ein „quasi vivo“-System erzeugen. Zum Beispiel das Verbinden von Biomodulen, die Haut- und Leberzellen enthalten, macht es den Wissenschaftlern möglich, „Kommunikation“ zwischen den verschiedenen Gewebetypen zu beobachten und Reizungen genauer vorherzusagen.

Die US Environmental Protection Agency unterstützt jetzt eine ganz neue Herangehensweise für Tests, die das Benutzen von Tieren zurückweist - zugunsten einer Herangehensweise, die sich auf die Identifizierung und Auswertung zellulärer Rückmeldungspfade konzentriert, die negative gesundheitliche Auswirkungen verursachen, wenn sie unter realistischen Bedingungen ausreichend durch Verschleiβ, Krankheitserreger oder Umwelteinflüsse gestört werden.

Diese neue Methoden, zusammen mit klinischen Beobachtungen, Computer-Modellen und der Verabreichung von Mikrodosen an Freiwillige und Patienten, können bessere, effizientere und natürlich ethisch vertretbarere medizinische Forschung und Versuchsmodelle darstellen.

5) Könntest du eure Kampagne für den Boykott von Procter & Gamble erklären? Warum Procter & Gamble, wie kann man die Kampagne unterstützen, wie kann man andere für den Boykott gewinnen - und kann so ein Boykott zu weniger Tierversuchen führen?

Procter & Gamble sind der weltweit gröβte Hersteller von Konsumgütern, der immer noch für Kosmetika, Drogerie- und Haushaltsartikel Tierversuche durchführt. Procter & Gamble stellen u.a. Herbal Essences, Oil of Olaz (Olay), Max Factor, Ariel und Pantene Pro V her. Die Gröβe von Procter & Gamble macht diese Firma zu einer enorm einflussreichen Organisation. Ein Magazin der Branche schrieb dazu: „Was Procter & Gamble macht, machen andere nach.“ Obwohl einige kleinere Firmen auch Tierversuche durchführen, verdient Procter & Gamble besondere Kritik, weil Macht auch Verantowortung bedeutet. Auβerdem hoffen wir bei Uncaged, dass wir, dadurch dass wir Procter & Gamble zum Ziel machen und beeinflussen, einen Dominoeffekt innerhalb der gesamten Branche erzeugen können.

Procter & Gamble sagen, dass Leute, die ihre Produkte kaufen, ihre Stimme für das Unternehmen Proctor & Gamble abgeben. Wenn man Procter & Gamble Produkte kauft, stimmt man aber ebenso für grausame und unnötige Tierversuche.

Wenn man im Gegensatz dazu Procter & Gamble boykottiert, stimmt man für eine Zukunft mit mehr Mitgefühl. Ein Boykott ist die wichtigste moralische Aktion, die die Leute unternehmen können, um Missbilligung auszudrücken und um ein Unternehmen mit unethischen Praktiken abzulehnen. Indem man diese gewissenhafte und positive Wahl trifft und diese Produkte boykottiert, kann jeder einzelne etwas bewirken. Zusammen können wir durch Öffentlichkeitsarbeit und Einkommensverluste Procter & Gamble dazu anregen, ihre Tierversuche einzustellen.

6) Könntest du uns eure Projekte International Animal Rights Day [internationaler Tierrechsttag] und Universal Declaration of Animal Rights [allgemeine Erklärung der Tierrechte – in Anlehnung an die allgemeine Erklärung der Menschenrechte] vorstellen? Was ist das Ziel dieser Kampagnen?

Die Kampagne von Uncaged – allgemeine Erklärung der Tierrechte – ist die einzige gröβere Initiative, die zum Ziel hat, die grundlegenden Werte der Tierrechtsbewegung zu verbreiten. Der internationale Tierrechtstag (IARD) am 10. Dezember ist ein Aktionstag, um die zwingenden Gründe für Tierrechte aufzuzeigen.

Ich denke, es ist entscheidend, dass wir als Tierrechtsaktivisten einen Teil unserer Mittel darauf verwenden, den Leuten die elementaren, rationalen Begründungen für Tierrechte zu vermitteln. Obwohl die Idee von Tierrechten den Menschen, die mit diesem Thema nicht vetraut sind, radikal erscheint, wissen wir, dass Tierrechte einfach die rationale Umsetzung von Mitgefühl, das die meisten Menschen besitzen, und der Werte einer wirklich zivilisierten Gesellschaft sind. Die Anerkennung von Tierrechten ist eine essenzielle, grundlegende Überzeugung, die etabliert werden muss, damit Einzelpersonen in unserer Kultur und unserem Rechtssystem barbarische Praktiken wie Tierversuche oder Massentierhaltung beenden und die Gewaltherrschaft und Unterdrückung, die die Tiere erleiden, verringern können.

7) Hast du irgendwelche Tipps, um Aktivismus für Veganismus und Tierrechte so effektiv wie möglich zu gestalten? Und wie kann man Kampagnen gegen Tierversuche verwenden, um den Menschen Veganismus und Tierrechte näherzubringen?

Es ist absolut notwendig zu verstehen, wie Menschen und die Gesellschaft „funktionieren“, anstatt einfach anzunehmen, dass alle wie wir selber sind. Die Menschen sind generell nicht sehr rational und übernehmen ihre moralischen Werte hauptsächlich von ihrem sozialen Umfeld. Wir sind auch Gewohnheitstiere. Deshalb benötigen radikale Veränderungen normalerweise Zeit. Wir müssen etwas, das man in der Diskurstheorie „Witcraft“ nennt, anwenden, d.h. wir müssen individuelle und kulturelle Sichtweisen verändern, indem wir Sprache verwenden, die den Leuten vertraut ist, sie aber auf einen fortschrittlichen Weg in Richtung Tierrechte und Veganismus führt.

Kampagnen gegen Tierversuche können die Leute darauf aufmerksam machen, wie Tiere misbraucht werden, und ihnen klar machen, wie wichtig gesetzlich festgelegte Tierrechte sind, um sie vor diesem Misbrauch zu schützen. Wenn man einmal mit den Menschen kommuniziert, ist es viel einfacher, die ethischen Fragen bezüglich des Essens von Tieren aufzubringen und sie dazu zu ermutigen, sich auf den Weg zum Veganismus zu begeben.

8) Hast du irgendwelche Tipps für Menschen, die in Ländern, in denen diese Bewegung noch sehr jung ist, gegen Tierversuche und für Tierrechte aktiv werden wollen?

Auf gewisse Weise bin ich neidisch auf ihre Situation, weil die Neuheit dieses Themas an sich mehr Aufmerksamkeit erregen kann - „der Schock des Neuen“ ist ein Sprichwort bei uns. Ich denke ein äuβerst wichtiger Punkt ist, dass man die Öffentlichkeit und die Medien nicht abschreckt, weil, wenn man dies tut, sie einem nicht mehr zuhören und eine Veränderung somit schwieriger wird.

Wenn man neu anfängt, sozusagen mit einer „weiβen Weste“, hat man die Chance, die Verbreitung von Tierrechten auf positivem Kurs zu halten. Wir sollten nicht den Fehler machen, zu sich um sich selbst drehenden, eingeschworenen Gemeinden oder sektenähnlichen Verbindungen zu verkommen - wir können keine Tiere retten, ohne die politische Stärke einer echten Massenbewegung zu haben.

9) Der Grund, aus dem nichtmenschliche Tiere für Nahrungsmittel und andere Produkte getötet werden, ist die Nachfrage der Allgemeinbevölkerung nach diesen Produkten. Aber bei Tierversuchen geht es nicht einfach um Angebot um Nachfrage. Was sind die wirklichen Gründe, aus denen Tierversuche durchgeführt werden – und was ist die Lösung, um Tierversuche abzuschaffen? Sollte Kampagnen auf die Allgemeinbevölkerung oder bestimmte Institutionen abzielen?

Erstens, denke ich, dass dein erster Satz die Situation nicht komplett erfasst und eine individualistische, positivistische Ontologie veraussetzt, die nicht nur empirisch fehlerhaft ist, sondern oft reaktionäre und konservative Politik stützt.

Die Wünsche und die Nachfrage der Menschen enstehen nicht in einem Vakuum. Auβer kultureller Gewohnheit, erhält die politische und wirtschaftliche Macht der Tierprodukt-Industrien das gegenwärtige Ausmaβ des Tierproduktkonsums aufrecht.

Aber du hast recht, dass Tierversuche, auβer bei Tests für Konsumgüter, die einen relativ kleinen Teil ausmachen, sogar noch mehr vom Verhalten der Konsumenten isoliert ist. Was heute passiert, ist stark von der Geschichte beeinflusst. Tierversuche wurden im späten 19. Jahrhundert institutionalisiert - von mächtigen Interessengruppen auf dem Gebiet der Physiologie und Medizin, die Tiere als fast reine Automaten ansahen und glaubten, Ratten seien im Wesentlichen biologische Miniaturversionen von Menschen. Unsinnigerweise verliehen diese Praktiken der Physiologie und Medizin eine Fassade von wissenschaftlicher Seriosität, die ihren beruflichen Stand und ihre politische Macht emporhoben. Sobald die Praktiken und die Macht der Vivisektoren institutionalisiert wurden, konnten sie ihre eigenen Regeln erschaffen. Die Freiheit, Tierversuche durchführen zu dürfen, basiert mehr auf beruflichem Stolz und beruflicher Unabhängigkeit, als auf dem Wunsch, der Menschheit zu helfen. Ihre Rolle bei der Vermarktung pharmazeutischer Produkte seit dem zweiten Weltkrieg stärkte zudem ihre strukturelle Macht.

Um Tierversuche abzuschaffen, müssen wir sicherlich die Öffentlichkeit ansprechen, weil die öffentliche Meinung und deren politische Handlung unser gröβter potenzieller Vorteil ist. Aber manchmal müssen wir auch versuchen mit der Gemeinde der Wissenschaftler auf konstruktive Weise zu kommunizieren, weil sie, ob uns das gefällt oder nicht, den Schlüssel in der Hand haben. Egal wie sehr wir sie missbilligen - sie werden nicht einfach plötzlich verschwinden. Und schlieβlich müssen wir politschen Druck ausüben, weil Tierversuche letztendlich nur passieren, weil Politiker das erlauben. Politiker handeln natürlich auch nicht in einem Vakuum und sind heftigem politischem Druck der Tierversuchsindustrie ausgesetzt. Deshalb müssen wir eine Kombination verschiedener Methoden anwenden, um einen positiven Kreislauf (das Gegenteil von einem Teufelskreis) hervorzurufen, in dem positive Veränderungen im sozialen, wissenschaftlichen und politischen Bereich sich gegenseitig stärken.

10) Hast du irgendwelche Prognosen für die Zukunft von Tierversuchen?

Im Groβen und Ganzen denke ich, dass die Zahl von Tierversuchen zurückgehen wird. Die Entwicklung einer komplett neuen Herangehensweise ohne Tierversuche wird nicht nur auf diesem Gebiet Millionen von Tieren jährlich das Leben retten, sondern auch den Einsatz von tierversuchsfreien Ersatzmethoden in der grundlegenderen Forschung im Bereich der Biologie fördern.

Auβerdem wächst das Bewusstsein über das Empfindungsvermögen von Tieren und das Dogma der absoluten Höherwertigkeit des Menschen scheint ins Wanken geraten zu sein. Deshalb können Druck auf ethischer Grundlage und technische Veränderungen zusammen positive Veränderungen hervorbringen.

04 October 2011

Interview with Dr. Dan Lyons (English)

deutsch español


(November 2009)

Dan Lyons is Campaigns Director of Uncaged. He is one of the UK's leading authorities on the politics of animal experimentation. He has been awarded a PhD for his research into the evolution of British animal research policy. He has also been awarded two prestigious prizes for his research, the Arthur Ling Memorial Award sponsored by Plamil Foods and the Andrew Gamble Prize for the Outstanding Thesis of 2006-7, awarded by a committee of academics at Sheffield University's Department of Politics, which is one of the top three centres for politics research in Britain.

1) Since when have you been vegan and why did you become vegan?

I have been vegan for about 17 years. As a teenager I started to cut meat out of my diet, especially red meat, for a mixture of health and ethical reasons. Then at university I became vegetarian, as I had met other veggies and had the opportunity to cook for myself. I joined the student animal rights society at Sheffield University, and that opened my eyes to the suffering the animals experience in the dairy industry, as well as providing a social environment that promoted vegan values.

2) As far as I see it there is the moral argument which says that all animal experimentation is morally wrong, and then there is the scientific argument which says that animal experiments impede scientific progress. Could you explain the scientific argument against animal experiments?

The most significant scientific weakness of animal experimentation is that animal models of disease in a laboratory environment do not correspond to the situation they purport to model – human beings in our much more complex life situations. Firstly, there are biological differences between species (and, for that matter, between different sub-species, and different ages/genders within species). Because animal organisms are incredibly complex systems, a difference in one process, for example, the rate a drug is cleared from the body between, say, rats and humans, will have ripple effects throughout the rest of the system. This means that results cannot be reliably extrapolated across species.

Additionally, when researchers attempt to model human diseases in animals, they have to artificially replicate the disease, and so the actual phenomena they are studying in the lab is different to the real target of study – human diseases. There also environmental differences which further undermine the relevance of animal research. Organisms are not atomised, isolated entities. The laboratory environment has profound effects on the physiology of animal, both directly and via psychological stress.

3) Is the scientific argument against animal experiments valid against ALL experiments with nonhuman animals or are there any experiments that could be useful for scientific progress?

A few animal experiments in the past have produced results that have assisted in the development of medicines. But even an extremely poor research methodology will end up producing a small proportion of results that turn out to be useful in hindsight. That doesn’t mean that the methodology is valid. The fundamental weaknesses of animal experimentation as a predictor of human biology mean that it is not a scientifically valid method, and should be abolished on those grounds alone.

4) Which ways of testing should be used instead of animal experiments, especially for testing medication?

There has been a historic neglect of human-based methods because of a dominant ideology in science that has prioritised laboratory experimentation on animal surrogates over real-world observations and studies. Laboratory animal experimentation has been a self-serving professional convenience at the cost of real-world relevance. In laboratory experiments it’s relatively easy to generate quantitative data and give the appearance of controlling external variables, which creates an illusion of ‘scientific method’. But at the same time the research becomes detached from the real world and merely represents an abstract, publication-driven exercise with no reliable contribution to human medicine. When scientists can perform identical animal experiments in different labs, and produce contradictory results, it indicates that it is a very crude and unreliable method.

The logistics of eliminating animal testing for medicine is going to require initially the gathering of more data relevant to humans, a task which has hitherto been neglected. Once we better understand the cellular basis of human diseases it opens the door for new biomodule systems to be used to test the effect of potential medicines on cells. And by linking multiples of these biomodules a “quasi vivo” system can be created. For instance, linking biomodules containing skin and liver cells allows the researcher to witness communication between the different tissue types and more accurately predict irritation.

The US Environmental Protection Agency is now driving a whole new approach to testing that rejects the use of animals in favour of an approach that focuses on identifying and evaluating cellular response pathways responsible for adverse health effects when sufficiently perturbed by deterioration, pathogens or environmental agents under realistic exposure conditions.

These new methods, combined with clinical observation, computer modelling, and microdosing volunteers and patients can provide better, more efficient and, of course, more ethical medical research and testing.

5) Could you tell us about your Boycott Procter & Gamble campaign? Why Procter & Gamble, how can people support the campaign, how do you convince people to join the boycott, and can such a boycott lead to less animal experiments?

Procter & Gamble are the world’s largest consumer products manufacturer who still perform animal tests for the sake of cosmetics, toiletries and household products. They make products like Herbal Essences, Olay, Max Factor, Ariel and Pantene Pro V. P&G’s massive scale makes it a hugely influential organisation. As one industry magazine puts it: ‘What P&G does, others emulate’. Although some smaller companies are also guilty of animal testing, with power comes responsibility, so P&G deserves particular criticism. Furthermore, by targeting and influencing P&G, Uncaged hopes to spark a domino effect throughout the industry.

P&G say that if people buy their products, then they are ‘voting’ for P&G as a company. By the same token, if you buy P&G products you are voting for cruel and unnecessary tests on animals.



Conversely, if you boycott P&G, you are voting for a more compassionate future. A boycott is the most fundamental moral action that people can take to show disapproval and to reject an unethical company. By exercising their choice in a conscientious and positive way, and boycotting these products, each individual can make a difference. Through publicity and loss of income, together we can encourage Procter & Gamble to stop testing on animals.

6) Could you tell us about the International Animal Rights Day and the Universal Declaration of Animal Rights? What is the aim of these campaigns?

Uncaged's campaign for a Universal Declaration of Animal Rights is the only major initiative aimed at promoting the basic values that underpin the animal rights movement. International Animal Rights Day (IARD) on December 10 is a day of action dedicated to highlighting the compelling case for animal rights.

I think it is essential that animal rights advocates devote a proportion of our resources to pushing the basic, rational case for our cause. Although 'animal rights' appears radical to those unfamiliar with the issue, we know it is simply the reasonable application of most people's innate compassion and the values of a genuinely civilised society. Acceptance of animal rights is an essential fundamental belief that must be established if individuals and our culture and legal system are to stop barbaric practices like animal experiments and factory farming, and alleviate the tyranny and oppression suffered by animals.

7) Do you have any advice for making our vegan and animal rights advocacy as effective as possible? And how can campaigns against vivisection be used to, in the course of these campaigns, introduce people to veganism and animal rights?

It is vital to understand how people and society works, rather than just assume everyone is just like us. People are, generally, not very rational and take their moral values mainly from their social environment. We are also creatures of habit. Therefore radical change usually takes time. We have to exercise what is known in discourse theory as ‘witcraft’, altering individual and cultural perspectives and values by using language which is familiar but leads them on a progressive path towards animal rights and veganism.



Campaigns against vivisection can alert people to the abuse that animals endure and hence make them realise how important legally-enshrined animal rights are to protect them from that abuse. Once you are communicating with people then it is much easier to raise the ethical issues around eating animals and encourage them to take the journey to veganism.

8) Do you have any tips for people who want to campaign against vivisection and for animal rights in countries where this movement is still very young?

In a way, I envy their situation as the very novelty of the cause can make it more attention-grabbing: ‘the shock of the new’ as the saying goes. I think a very important thing is to avoid alienating the public and the media because if you do, they stop listening and change becomes much harder. When you start from a clean slate you have the chance to maintain a positive trajectory for animal rights. Don’t descend into inward-looking cliques or cult-like associations – we cannot save animals without having the political strength of a genuine mass movement.

9) The reasons why nonhuman animals are killed for food and other products is the demand by the general population for these products. But with animal experiments it’s not a clear matter of supply and demand. What is really the reason why animal experiments are done and what is the solution to abolish them? Do campaigns need to target the general population or certain institutions?

Firstly, I think the first sentence doesn’t describe the whole story, and implies an individualistic, positivist social ontology that is not only empirically inaccurate but often underpins reactionary and conservative politics. People’s desires and demands don’t appear in a vacuum. Apart from cultural habituation, the political and economic power of animal food industries perpetuates current levels of animal consumption.

But you are right that animal experimentation, apart from for consumer goods which is a relatively small proportion, is even more insulated from consumer action. What happens today is strongly influenced by history. Vivisection became institutionalised in the late 19th century by powerful interest groups in physiology and medicine who perceived animals as little more than automata, and believed that rats were essentially biological miniatures of human beings. Perversely, the practice also gave physiology and medicine a veneer of scientific respectability that elevated their professional status and political power. Once the practice and the power of vivisectors became institutionalised, they became a law-unto-themselves. The freedom to vivisect is more about professional pride and autonomy than a desire to help humanity. Its role in marketing pharmaceuticals since the second world war has strengthened its structural power.

To abolish vivisection we certainly need to target the public as public opinion and political action is our greatest asset. But sometimes we also have to try to engage with the scientific community is constructive ways because, whether we like it or not, they hold the key. No matter how much we disapprove of them, they are not going to suddenly disappear. Finally we have to apply political pressure because vivisection only happens ultimately, because politicians allow it. Now, obviously, politicians don’t act in vacuum either and are subject to heavy political pressure from the vivisection industry. That’s why a combination of methods needs to be employed so we can start a virtuous circle, where positive changes in social, scientific and political spheres reinforce each other.

10) Do you have any predictions for the future animal experiments?

On the whole, I am positive that we may start to see the number of experiments on animals start to fall. The development of a whole new approach to non-animal approach to testing will not only save millions of animals’ lives every year in that area, but encourage the replacement of animals in more fundamental biological research.

There is also growing awareness of animal sentience and the dogma of human supremacism seems to be faltering. So ethical pressure and technological change can combine to achieve positive change.


Entrevista con Dr. Dan Lyons (castellano)

English deutsch


(Noviembre 2009)

Dan Lyons es el director de campañas de Uncaged. Es una de las autoridades líderes del Reino Unido en las políticas de la experimentación en animales. Ha recibido un Doctorado por su investigación en la evolución de la política de investigación en animales en Gran Bretaña. También ha recibido dos prestigiosos premios por sus investigaciones, el Arthur Ling Memorial Award patrocinado por Plamil Foods y el Andrew Gamble Prize por su sobresaliente tesis de 2006-7, premiado por un comité de académicos del departamento de política de la Universidad de Sheffield, uno de los tres centros principales de investigación política en Gran Bretaña.

1) ¿Desde cuándo has sido vegano y qué te hizo hacerte vegano?

He sido vegano por alrededor de 17 años. De adolescente comencé a dejar la carne fuera de mi dieta, especialmente la carne roja, por una mezcla de motivos éticos y de salud. Luego en la universidad me hice vegetariano, ya que conocí a otros vegetarianos y veganos y tenía la oportunidad de cocinar para mí mismo. Me uní a la sociedad de estudiantes por los derechos animales en la Universidad de Sheffield y eso abrió mis ojos al sufrimiento que los animales experimentan en la industria láctea, así como también me dio un entorno social que promovía los valores veganos.



2) Por lo que veo, existe un argumento moral que dice que toda la experimentación en animales está moralmente mal y luego está el argumento científico que dice que los experimentos en animales han impedido el progreso. ¿Podrías explicarnos el argumento científico contra los experimentos en animales?

La debilidad científica más significativa de la experimentación en animales es la que los modelos animales de enfermedades en un ambiente de laboratorio no corresponden a la situación que quieren modelar, los seres humanos en nuestras situaciones de vida mucho más complejas. Primero, existen diferencias biológicas entre las especies (y en ese respecto entre diferentes subespecies, diferentes grupos etarios y diferentes sexos entre especies). Debido a que los organismos animales son sistemas increíblemente complejos una diferencia en un proceso, por ejemplo, la tasa en que una droga es eliminada del organismo entre digamos, ratas y humanos, tendrá efectos de onda en el resto del sistema. Esto significa que los resultados no pueden ser confiablemente extrapolados de una especia a otra.

Además, cuando los investigadores tratan de modelar una enfermedad humana en animales, tienen que replicar la enfermedad artificialmente y el fenómeno real que están estudiando en el laboratorio es diferente al objetivo real del estudio, enfermedades humanas. También hay diferencias medio ambientales que pueden socavar aun más la pertinencia de la investigación en animales. Los organismos no son entidades atomizadas y aisladas. El ambiente de laboratorio tiene efectos profundos en la fisiología del animal, tanto de manera directa como a través de estrés psicológico.

3) ¿El argumento científico contra la experimentación en animales, es válido contra TODOS los experimentos en no humanos o hay algunos experimentos que podrían ser útiles para el progreso científico?

Unos pocos experimentos en animales en el pasado han producido resultados que han ayudado en el desarrollo de la medicina. Pero incluso una metodología de investigación muy mala termina produciendo pequeñas proporciones de resultados que terminan siendo útiles para una comprensión retrospectiva. Eso no significa que la metodología sea válida. Las debilidades fundamentales de la experimentación en animales para predecir la biología humana significan que no es un método válido desde un punto de vista científico y debería ser abolido sólo partiendo de esa base.



4) ¿Qué tipo de pruebas deberían ser usadas en vez de experimentos con animales, especialmente para las pruebas de medicamentos?

Ha habido un descuido histórico de métodos basados en humanos debido a una ideología dominante en la ciencia que ha priorizado los experimentos de laboratorio en sustitutos animales por sobre estudios y observaciones del mundo real. La experimentación de animales en laboratorios ha sido una conveniencia profesional de beneficio propio a costo de la trascendencia del mundo real. En los experimentos en laboratorios, es relativamente fácil generar datos cuantitativos y dar la apariencia de que se controlan variables externas, lo que crea una ilusión de “método científico”. Pero al mismo tiempo la investigación se aleja del mundo real y meramente representa un ejercicio abstracto, impulsado por las publicaciones que no tienen una contribución confiable a la medicina humana. Cuando los científicos pueden realizar experimentos idénticos en animales en diferentes laboratorios y producir resultados contradictorios indica que es un método muy crudo y poco confiable.

La logística de eliminar las pruebas en animales de la medicina va a requerir inicialmente la recopilación de más datos trascendentes para los seres humanos, una tarea que hasta el momento ha sido descuidada. Una vez que entendamos mejor las bases celulares de las enfermedades humanas se abre la puerta para que nuevos sistemas de biomódulos sean usados para probar los efectos de los medicamentos potenciales en las células. Y al vincular múltiples de estos biomódulos se puede crear un sistema “quasi vivo”. Por ejemplo, vincular biomódulos que contienen células de piel e hígado le permite al investigador presenciar la comunicación entre diferentes tipos de tejido y predecir la irritación de manera más precisa.

La Environmental Protection Agency (Ministerio de Protección Medioambiental) de Estados Unidos, ahora está impulsando un nuevo enfoque acerca de la experimentación que rechaza el uso de animales para favorecer un enfoque que se centra en la identificación y evaluación de las rutas de respuesta celular, responsables de los efectos adversos en la salud cuando han sido perturbadas de manera suficiente por el deterioro, patógenos o agentes medio ambiéntales bajo condiciones de exposición realistas.

Estos nuevos métodos, combinados con observación clínica, modelos computacionales y voluntarios y pacientes para micro dosis pueden dar un método de experimentación e investigación médica mejor, más eficiente y por supuesto más ético.

5) ¿Nos podrías contarnos acerca de la campaña Boicot Procter & Gamble? ¿Por qué Procter & Gamble, cómo el público puede apoyar la campaña, cómo convencer a personas de que se unan al boicot y puede un boicot así llevar a un menor número de experimentos en animales?

Procter & Gamble son uno de los mayores fabricantes de productos para el consumidor que aún lleva a cabo experimentos en animales para cosméticos, productos de cuidado personal y productos para el hogar. Ellos hacen productos como Herbal Essences, Olay, Max Factor, Ariel y Pantene Pro V. Los mercados a gran escala de P&G hacen que sea una organización de tremenda influencia. Tal como lo expresa una revista de la industria ‘Lo que hace P&G, los otros lo emulan’. Pese a que algunas empresas pequeñas también son culpables de realizar pruebas en animales, con el poder viene la responsabilidad, así que P&G merece una crítica en particular. Además, al dirigirnos a influenciar a P&G, Uncaged espera iniciar un efecto de dominó en la industria.

P&G dice que si la gente compra sus productos, entonces están “votando” por ellos como empresa. De la misma manera, si compran P&G están votando por pruebas crueles e innecesarias en animales.

Por el contrario, si boicotean a P&G, están votando por un futuro más compasivo. Un boicot es la acción moral más fundamental que la gente puede realizar para mostrar su desapruebo y para rechazar a una compañía que carece de ética. Al ejercer su opción de una manera conciente y positiva y boicoteando sus productos cada persona puede hacer la diferencia. A través de la publicidad y la pérdida de ingresos, juntos podemos animar a Procter & Gamble a dejar de probar sus productos en animales.

6) ¿Podrías contarnos acerca del Día Internacional por los Derechos Animales y la Declaración Universal de los Derechos Animales? ¿Cuál es el propósito de estas campañas?

La campaña de Uncaged por una Declaración Universal de Derechos Animales es la única gran iniciativa que apunta a promover los valores básicos que son la base del movimiento de derechos animales. El Día Internacional de los Derechos Animales (DIDA) el 10 de diciembre es un día de acción dedicado a destacar el caso apremiante de los derechos animales.
Yo creo que es primordial que los defensores de los derechos animales dediquemos una proporción de nuestros recursos para impulsar el caso básico y racional de nuestra causa. Pese a que “los derechos animales” pueden parecer radicales para aquellos que no están familiarizados con el problema, sabemos que es simplemente la aplicación razonable de la compasión innata de la mayoría de la gente y los valores de una sociedad genuinamente civilizada. La aceptación de los derechos animales es una creencia fundamental primordial que debe ser establecida si las personas, nuestra cultura y el sistema legal van a detener estas prácticas barbáricas como son los experimentos en animales y la ganadería industrializada y aliviar la tiranía y la opresión que sufren los animales.

7) ¿Tienes algún consejo para promover activamente los derechos animales y el veganismo de la manera más efectiva posible? ¿Y cómo pueden ser usadas las campañas contra la vivisección para que en el curso de estas campañas se pueda introducir a la gente al veganismo y a los derechos animales?

Es vital entender como la gente y la sociedad funcionan, en vez de asumir que todos son como nosotros. La gente, en general, no es muy racional y toma sus valores morales principalmente del entorno social. Nosotros también somos animales de costumbre. Por lo tanto, el cambio radical por lo general requiere tiempo. Tenemos que ejercer lo que se conoce en la teoría de discurso como el arte de la agudeza, alternando perspectivas y valores individuales y culturales usando un lenguaje que sea familiar pero que los lleve a una ruta progresiva hacia los derechos animales y el veganismo.

Las campañas contra la vivisección pueden alertar a la gente del abuso que los animales sufren y así hacerlos darse cuenta de la importancia de los derechos animales amparados por la ley para protegerlos de ese abuso. Una vez que se logra establecer la comunicación con la gente, entonces es mucho más fácil hablar de los problemas éticos que rodean el comer animales y animarlos a dar el paso hacia el veganismo.

8) ¿Tienes algún consejo para la gente que quiere hacer campañas contra la vivisección y por los derechos animales en países donde el movimiento aún es muy joven?

De cierta manera, envidio su situación, ya que la novedad de la causa puede hacer que atraiga más atención: “el impacto de la novedad” como se dice. Yo creo que una cosa muy importante es evitar enajenar al público y a los medios porque si lo hacen, dejan de escuchar y el cambio se vuelve más difícil. Cuando comienzan con una hoja en blanco tienen la oportunidad de mantener una trayectoria positiva para los derechos animales. No bajen a ciclo de asociaciones tipo grupo cerrado o sectas, no podemos salvar a los animales sin tener la fuerza política de un movimiento en masa genuino.

9) Las razones por las que los no humanos son muertos para comida y otros productos es la demanda de estos productos por parte de la población general. Pero con la experimentación en animales no es un asunto claro de oferta y demanda. ¿Cuál es el motivo real de por qué se realizan experimentos en animales y cuál es la solución para abolirlos? ¿Las campañas necesitan apuntar al público general o a ciertas instituciones?

Primero, la primera frase no describe todo el cuento e implica una ontología social individualista, positivista que no sólo no es precisa empíricamente pero que a menudo apoya políticas reaccionarias y conservadoras. Los deseos y demandas de las personas no aparecen en el vacío. Aparte de la habituación cultural, el poder político y económico de las industrias alimentarias animales perpetúa los niveles actuales de consumo animal.



Pero tienes razón de que la experimentación en animales, aparte de bienes de consumo, que es una porción relativamente pequeña, está incluso más aislada de la acción del consumidor. Lo que pasa hoy está muy influenciado por la historia. La vivisección se institucionalizó a fines del siglo XIX por poderosos grupos de interés en fisiología y medicina que percibían a los animales como un poco más que autómatas y creían que las ratas eran en esencia, miniaturas biológicas de los seres humanos. Perversamente, la práctica también le dio a la fisiología y a la medicina una veta de respetabilidad científica que elevó su estatus profesional y poder político. Una vez que la práctica y el poder de los vivisectores se institucionalizaron, ya no debieron rendirle cuentas a nadie. La libertad de los vivisectores es más acerca de orgullo y autonomía profesional que un deseo de ayudar a la humanidad. Su rol en la comercialización de los productos farmacéuticos desde la segunda guerra mundial ha fortalecido su poder estructural.

Para abolir la vivisección ciertamente necesitamos apuntar al público como opinión pública y la acción política es nuestro mayor activo. Pero a veces también tenemos que tratar de comprometer a la comunidad científica de maneras constructivas porque nos guste o no, ellos tienen la clave. Sin importar cuanto los desaprobemos, no van a desaparecer repentinamente. Finalmente tenemos que aplicar presión política porque finalmente, la vivisección solo ocurre porque los políticos lo permiten. Obviamente los políticos tampoco actúan en el vacío y están firmemente sujetos a presión política de la industria vivisectora. Por eso es que se necesita emplear una combinación de métodos para que podamos comenzar un círculo virtuoso, donde los cambios positivos en las esferas sociales, científicas y políticas se refuercen entre sí.

10) ¿Tienes alguna predicción para el futuro de los experimentos en animales?

En general, tengo confianza en que puede que comencemos a ver decrecer el número de experimentos en animales. El desarrollo de un enfoque totalmente nuevo de no usar animales en los experimentos no solo salvará la vida de millones de animales cada año en esta área, pero animará al reemplazo de los animales en investigaciones con una base más biológica.

También hay más conciencia de la capacidad de sentir de los animales y el dogma de la supremacía humana parece estar fallando. Así que la presión ética y el cambio tecnológico pueden combinarse para lograr un cambio positivo.

Vegan in Morocco with Burroughs and Canetti

vegetarian/vegan café in Marrakech, expensive
vegetarisch/veganes Restaurant in Marrakesch, für Touristen und ziemlich teuer
restaurante vegetariano con opciones veganas buenas, para turistas y caro
Earth Cafe Marrakech

N2, Derb Zawak, Riad Zitoun Kedim, Medina, Marrakech, Morocco




burger with mint sauce
Burger mit Minzsoße
hamburguesa vegana con salsa de menta



vegan couscous mountain homecooked by a local family
von einer Familie eingeladen: veganer Couscous-Berg
invitados por una familia maroquina: montaña de cuscús vegana


friend and homecooked Moroccan tajine
Tajine
tajín




so so restaurant tajine (tagine)
mittelmäßige vegane Tajine in einem Restaurant
tajín vegano adocenado en un restaurante


soy milk! (expensive!)
Sojamilch
leche de soya

and soy cream (below: soja cuisine)
und Sojasahne
y crema de soya


vegan chocolate and biscuits
vegane Schokolade und Kekse
chocolate y galletas veganas













the most exploited in our society
die am meisten Ausgebeuteten in unserer Gesellschaft
los más explotados en nuestra sociedad








a tannery (Marrakech)
Gerberei (Marrakesch)
tenería (adobería) en Marrakech





a stork
Storch
cigüeña