30 June 2011

How do pigs live?

These are all new investigations into "normal" pig farms. Please share these videos with people who eat meat.
Bei uns ist es ja bestimmte weniger schlimm als in den USA? Vier neue Videos aus Schweinefarmen, aus vier Ländern (alle von 2011). Bitte teile diese Videos mit anderen, die Fleisch essen.
A veces pensamos que "en nuestro país la situación no es tan mala, cómo por ejemplo en los EE.UU." Aquí hay cuatro investigaciones en granjas de cerdos, de cuatro paises (todos del 2011). ¿Conoces a alguien que coma carne? Por favor difunde.
USA / EE.UU.

Holland / Holanda

Spain / Spanien / España

Germany / Deutschland / Alemania
FettHow should pigs live? Google "swimming pigs bahamas". Have a look at this Guide to a Cruelty-Free Diet.
Es gibt auch Schweine in Freiheit! Sich mehr pflanzlich ernähren? Lest das V-Heft!
¡Podemos respetar a los cerdos y a los demás animales! ¿Cómo ser vegetariano o vegano?

29 June 2011

Interview mit Matt Ball (deutsch)


Januar 2010

Matt Ball ist Präsident und Mitbegründer von Vegan Outreach.

1) Seit wann sind Sie schon vegan und warum wurden Sie vegan?
Ich wurde in den späten 1980er Jahren Vegetarier, beeinflusst von meinem Mitbewohner Fred. Vegan wurde ich ein oder zwei Jahre später, nachdem ich Mark getroffen hatte, den ersten Veganer, den ich persönlich kennen lernte.


Matt Ball verteilt Broschüren and der University of Arizona.

2) Viele vegane Aktivisten und Organisationen, auch Vegan Outreach, sagen, dass vegan zu werden oder unseren Konsum von Tierprodukten einzuschränken, direkt Leben rettet. Stimmt das wirklich? Wird nicht durch Subventionen die Anzahl der Tiere, die getötet werden, künstlich hoch gehalten, auch wenn die Nachfrage sinkt?
Subventionen können Einflüsse auf den Markt verzerren aber nicht ausschalten. Aufgrund von Veränderungen im Konsumverhalten der Menschen ging die Zahl der Tiere, die getötet werden, viele Jahre lang ständig nach oben. Gleichermaßen gab es vor kurzem in den USA einen Rückgang bei der Zahl von Landtieren, die für Lebensmittel getötet werden – trotz weiterlaufender Subventionen. Wir haben auch einen Text dazu: Does Being a Vegetarian Really Save Animals?

3) Vegan Outreach konzentriert sich darauf, an Colleges Broschüren zu verteilen und Sie schätzen das ca. 1-3% von denen, die eine Broschüre mitnehmen, ihre Ernährung dann verändern. Können wir diesen Prozentsatz irgendwie erhöhen, vielleicht dadurch, dass wir uns auf verschiedene und offenere Zielgruppen konzentrieren und indem wir gruppenspezifisches Material verwenden?
Es ist immer ein Kompromiss zwischen Kosten und spezifischer Genauigkeit (oder Ausführlichkeit). Wir könnten z.B. farbig gedruckte Bücher verteilen, aber wir könnten uns nur ein hundertstel davon leisten. Oder wir könnten viel mehr Schwarz-Weiß-Flugblätter (anstatt Broschüren) verteilen, aber die hätten dann nicht so viel Einfluss auf die Menschen, so dass diese diese sich dann nicht wirklich verändern würden.


Yvonne LeGrice verteilt Broschüren an Besucher der Warped Tour in Portland, Oregon. (Foto: Jessica Dadds)

Alles unterliegt einer Kosten-Nutzen-Analyse. Vegan Outreach hat z.B. ein musikspezifisches Cover, um im Sommer bei der Warped Tour Broschüren zu verteilen, und wir haben sowohl Even If You Like Meat als auch Compassionate Choices zum verteilen. Aber wir müssen einsehen, dass es keine magische Botschaft gibt, die jede und jeden bewegen wird. Wir müssen die erreichen, die willig sind, sich zu verändern, und wir müssen einsehen, dass das nur ein Prozentsatz der Leute sein wird, egal welche Taktik oder Botschaft wir verwenden.

4) Neue Zahlen zeigen, dass ca. 2% der US-amerikanischen Bevölkerung sich vegan ernähren (wenn wir Honig nicht mitrechnen). Ich nehme an, das ist der höchste Prozentsatz der Welt. Ist das die Arbeit von Vegan Outreach? Wie können andere Länder diese Zahlen erreichen?
Ich weiß nicht, ob die USA den höchsten Prozentsatz haben. Vielleicht ist er in Großbritannien höher. Ich weiß, dass die Arbeit von Vegan Outreach viele Leute verändert und dass diese Art von Aufklärungsarbeit wirklich wichtig ist, um die Zahl der Menschen, die sich mitfühlend ernähren, zu vergrößern.


Hühner, gezüchtet für ihr Fleisch. (Foto: USDA)

Die USA könnte vielleicht ein gutes Beispiel dafür liefern, wie wichtig es ist, den Fokus unseres Aktivismus zu verändern. Viele Jahre lag der Fokus (oder Schwerpunkt) hier bei Pelz und Tierversuchen, und die Zahl der jährlich getöteten Tiere schnellte in die Höhe (die Zahl der getöteten Landtiere stieg um viele, viele Milliarden Tiere). In den frühen 1990er Jahren fing Vegan Outreach an, sich dafür einzusetzen, dass wir uns für die 99% der Tiere, die üblicherweise ignoriert wurden, einsetzen sollten – die Tiere, die abgeschlachtet werden, um gegessen zu werden. Jetzt ist Vegetarismus verbreitet und wächst, und Massentierhaltung wird von vielen missbilligt.

5) Ich denke das Vegan Outreach Projekt Adopt a College ist einzigartig auf der Welt. Haben Sie irgendwelche Tipps für Menschen, die etwas ähnliches in ihrem eigenen Land anfangen wollen? In vielen Ländern sind farbige Broschüren nicht gratis oder billig erhältlich, und viele Leute haben Angst, dass, viel Geld für den Druck von Flugblättern oder Broschüren auszugeben, nur Geldverschwendung sein könnte.
Viele Aktivisten sind mit den Ergebnissen, die sie im Moment erzielen, unzufrieden aber scheuen davor zurück, etwas anderes zu tun, als das, was andere Aktivisten tun. Aber es gibt hier ein Sprichwort: Wenn du ein anderes Ergebnis willst, musst du etwas anderes versuchen. Mein erster Tipp ist also, den Status Quo, d.h. den „normalerweise“ üblichen Aktivsimus, kritisch zu betrachten, ihn zu hinterfragen. Ein langjähriger Unterstützer von Vegan Outreach schrieb:

Seit ich 1995 vegan wurde, habe ich schon zehntausende von Vegan Outreach Broschüren verteilt, in bis jetzt zwölf Bundesstaaten [in den USA]. Obwohl ich schon ziemlich schnell damit angefangen habe, Material von Vegan Outreach für meinen Aktivismus zu verwenden, hatte ich immer noch das Gefühl, dass Broschüren verteilen allein nicht so effektiv sei wie jedes Wochenende protestieren zu gehen. Ich lag total falsch, besonders wenn miteinrechnete, wie viel Zeit ich aufbrachte, um Proteste zu organisieren, um Aktivisten anzurufen, damit sie zu den Protesten kamen, um Schilder herzustellen usw. Vielleicht dachte ich, dass, weil ich so viel Zeit und Mühe darin investiert hatte, protestieren effektiver sein müsste als einfach ein oder zwei Stunden lang Broschüren zu verteilen. Ich bin froh, dass Vegan Outreach weiterhin Aktivisten in die richtige Richtung weist!

Wir sollten unsere Optionen abwägen im Bezug darauf, wie viel wir damit erreichen – pro gearbeiteter Stunde und pro ausgegebenem Geld – und nicht im Bezug darauf, was am einfachsten, billigsten und/oder üblichsten ist. Wir müssen uns immer auf das Ergebnis unterm Strich konzentrieren, um so viel Leiden wie möglich zu verhindern.